VAWIS Geburtstag & neuer Vorstand!

Das VAWIS Team mit den Herren Rausch, Fuchs, Zednik, Holzer, Huber, Muchar, Dobringer, (Obersteiner fehlt)
Das VAWIS Team mit den Herren Rausch, Fuchs, Zednik, Holzer, Huber, Muchar, Dobringer, (Obersteiner fehlt)

Die aktiven Wirtschaftssenioren von VAWIS ziehen eine erfolgreiche Bilanz!

Vor ziemlich genau zwei Jahren wurde Ende Juni 2016 die Organisation VAWIS, die Vereinigung aktiver Wirtschaftsenioren gegründet. Dabei handelt es sich um jene Senior-Experten die über eine langjährige Erfahrung im operativen Management besitzen, hoch motiviert und wirtschaftlich unabhängig sind. Waren die Gründerväter Reinhard Huber, Bernhard Holzer und Manfred Muchar anfangs noch als Dreier-Team tätig, wuchs der Verein recht bald auf derzeit acht Mitglieder an. Ein erweiterter Kreis bietet zudem die Möglichkeit bei diversen Sonderprojekten flexibel reagieren zu können. Vor kurzem wurde eine erfreuliche Bilanz gezogen und ein neuer Vorstand gewählt!

 

Was bewegt die „Alten Herren“, die sich allesamt im Pensionsalter befinden,

nach wie vor beruflich tätig zu sein?

Was ist ihre Motivation? Und welche Aufgabenstellungen verfolgen sie?

Einer der Hauptgründe weiterhin beruflich aktiv und fit zu bleiben ist das in jahrzehntelanger Arbeit erworbene Wissen, die vielen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kontakte für jene einzubringen, die daraus einen Nutzen ziehen können. Das sind u.a. junge Unternehmen, die sich an einem Wendepunkt oder im nächsten Wachstumsschritt befinden, Betriebe, die zur Übergabe anstehen, Organisationen, die neue Projekte und Märkte anstreben, Firmen die seriöse Beiräte suchen und Kommunen, die sich neuen Herausforderungen stellen. Es gibt aber auch ehrenamtliche Aufgaben, denen sich das VAWIS-Team widmet, wenn es z.B. darum geht Start-ups als Mentor zur Verfügung zu stehen um wertvolle Hilfestellungen einbringen und damit Märkte erschließen zu können.

 

 

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Das VAWIS-Team beim Businesslauf

Einmal im Jahr findet in Klagenfurt der Businesslauf statt, an dem ich schon mehrmals und immer wieder gerne teilgenommen habe.

 

Nachdem meine berufliche Veränderung und meine Gesundheit in den letzten Jahren keine Teilnahme zuließen war es aber vor ein paar Tagen - nach sieben Jahren Pause - endlich wieder so weit!

 

Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang dass die Teilnehmer das Running-Teams aus älteren Personen besteht, wie sie eben bei VAWIS (spärlich, aber doch) zu finden sind. Da es für ein Dreier-Team doch nicht gereicht hat wurde ein Freund (ebenfalls nahe dem 60er) eingeladen mitzumachen. Das Team nannte sich sinnigerweise "VAWIS kummt und die Wirtschaft brummt!" und wurde dazu auch mit feschen T-Shirts ausgestattet die auf der Vorderseite mit dem Logo und rückseitig mit der Webadresse versehen waren

 

Bei schönem Wetter nahmen am 30. Mai 2018 ca. 1.500 Läuferinnen und Läufer aus vielen Kärntner Firmen und Institutionen die knapp 5 Kilometer lange Strecke in Angriff. Der Abend war angenehm, das Wetter traumhaft und die Teilnehmer in angenehmer Stimmung. Wie es so ist waren einige enorm schnell und andere naturgemäß weniger. Wobei unser Team, trotz des Alters recht hurtig unterwegs war. Die Zeiten:

Guido Ottitsch  -  00:18:40 

Herbert Fuchs  -  00:23:27

Reinhard Huber - 00:25:38

 

Damit lagen wir in Summe ungefähr im ersten Drittel aller Herren-Teams was uns durchaus Stolz machen darf. Dass wir uns danach eine Stärkung und das eine oder andere Bierchen gönnten ist klar. Klar ist auch, dass wir im nächsten Jahr sicher wieder dabei sein werden.

 

Nachfolgend noch Links zu

- Ergebnisliste des Veranstalters SMC

- Fotoserie der Kärntner Woche 

 

Zum Abschluss gibt es noch eine Slide-Show mit Impressionen aus dem Lauf!

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Wie arbeiten Wirtschaftssenioren?

Der Autor dieser Zeilen befasst sich vorwiegend mit der Thematik der älteren Wirtschaftstreibenden und beschäftigt sich daher seit einigen Jahren mit jener Gruppe von Menschen, die sich als Senior-Experten bzw. Wirtschaftssenioren betätigen. Als aktiv „arbeitender Pensionist“ ebenfalls dieser Gruppe zugehörig soll der aktuelle Beitrag aufzeigen, dass neben vielen positiven Aspekten nicht alles Gold ist, was glänzt! Ein „Insider“ berichtet!

 

Erfolge, aber auch Misserfolge sind Teil jeder Karriere.

Erfreulicherweise gibt es in Österreich grob 170 organisierte ehemalige Führungskräfte die Klein- und Mittelbetrieben (KMU‘s), Jungunternehmern, gemeinnützigen Organisationen oder auch der öffentlichen Verwaltung unterstützend zur Seite stehen, um die Anzahl der Erfolge zu erhöhen. Sie arbeiten vorwiegend in einer großen Dachorganisation im Osten Österreichs, mit dem Wissen und den Erfahrungen ihres ganzen Berufslebens ausgestattet und kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Funktionen der Wirtschaft. Bei den so genannten Senior Experten handelt es sich vorrangig um ehemalige Topmanager die „jüngere Kollegen“ vor gängigen Fehlern bewahren und sie bei der Lösung von Problemen begleiten wollen. Ihre Motivation ist also, ihre langjährige Erfahrung an Jüngere weiterzugeben um „ehrenamtlich“ „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten!

 

Hilfe zur Selbsthilfe?!

Egal ob in Österreich, oder im benachbarten Ausland, auf nahezu allen Webseiten der diversen Organisationen wird mit einer Samariterbotschaft wie „Hilfe zur Selbsthilfe“ geworben, die so teilweise in Ordnung ist, aber nicht das erklärte Ziel darstellen kann. Natürlich sollen – speziell bei Unternehmensgründungen – viele der Beratenden so lange geführt werden bis sie selbst in der Lage sind, Teile des Weges selbst gehen zu können. Die Aufgabe der erfahrenen Berater sollte aber vorwiegend darin bestehen, als Problemlöser aufzutreten! Das bedeutet, dass sie - aufgrund der eigenen Erfahrungswerte - Entscheidungen zu treffen haben, weil sie ja in der Vergangenheit vergleichbare Aufgaben erfolgreich gelöst haben. Lösungsorientierte „Anpacker“ und "Sparringpartner" der Wirtschaft sind also gefragt und nicht sympathische „Helferlein“!

 

Ehrenamtlich – ja, oder nein?

An dieser Stelle wird natürlich festgehalten, dass Ehrenamtlichkeit in diesem Segment eine große Rolle spielt und es somit auch richtig ist, dass pensionierte Experten diverse Leistungen kostenlos erbringen. Aber nicht nur! Dass man sich in diverse Erstberatungen, Mentoringprogramme udgl mehr unentgeltlich einbringt ist selbstverständlich.

 

Dass es aber Organisationen gibt die im Vorfeld Kosten verschleiern um dann doch irgendwelche "Aufwandsentschädigungen" in Rechnung zu stellen ist fadenscheinig! Das bedeutet, leider wird oft mit Halbwahrheiten gearbeitet. Stellt man nämlich das Angebot den tatsächlich erfolgten Leistungen gegenüber so ist recht bald ersichtlich, dass in den meisten Fällen sehr wohl Geld fließt und die Leistungen alles andere als kostenlos ausfallen. Nach Auftragsende Spesenabrechnungen zu erstellen und ein "kleines Tageshonorar", welches eh nur die Selbstkosten deckt, das geht nicht! Auch die oft gehörte Aussage wir arbeiten viel billiger als etablierte Unternehmensberater entspricht kaum der Wahrheit. Leistung hat seinen Preis und klare Vereinbarungen erhalten die Freundschaft!

 

Führungskräfte oder einfach nur erfahren?

Es ist erstaunlich, dass sich Senior-Experts Organisationen vorwiegend damit rühmen auf pensionierte Führungskräfte zurückgreifen zu können. Zugegeben, ein großer Teil der Aufgabenstellungen wird wahrscheinlich nur von eben diesen Experten gelöst werden können. Aber:

- Wird ein angehender Jungunternehmer zum ehemaligen „Häuptling“ den richtigen Draht finden?

- Wird die Führungskraft die Probleme des „Mikrounternehmens“ verstehen und richtig deuten?

- Wird der Handwerksbetrieb das Sanierungsangebot des ehemaligen Topmanagers annehmen?

 

Die pensionierten Fachleute müssen daher aus allen Branchen und Ebenen der Wirtschaft stammen, nur dann sind sie in der Lage sich in die Situation der Beratungswerber zu versetzen. Eine gute Mischung ist also unumgänglich, wird aber viel zu selten angeboten!

 

Der richtige Weg? Es ist richtig und wichtig, dass sich erfahrene Senioren in den Dienst der Wirtschaft stellen! Dass sie bereit sind ihr Wissen weiterzugeben, welches sie sich in den vielen Jahren ihres Berufslebens erworben haben. Ich breche eine Lanze für jene, die über gute Kontakte verfügen, hervorragend vernetzt und wirtschaftlich unabhängig und geradezu prädestiniert dazu sind. Aber eben mit ehrlichen Angeboten und Leistungen die der Zielgruppe auch etwas wert sind. So viel also, dass sie gerne bereit sind dafür auch zu bezahlen!

 

Reinhard Huber

consulting // training // coaching

Geschäftsführer bei VAWIS

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Nachfolger verzweifelt gesucht!

Gedanken zum Artikel der Kleinen Zeitung vom 22.08.2017

 

Der oben genannte Artikel behandelt viele Aspekte und Gründe für dieses volkswirtschaftlich höchst relevante Thema der Betriebs- Unternehmensnachfolge. Zu all den in der KMU Studie angeführten Analysepunkten und den gravierenden Versäumnissen der Übergeber kommt noch ein ganz wesentlicher Aspekt, die gesellschaftspolitische sehr unterschiedliche Bewertung des Unternehmertums.

 

Die ganze Widersprüchlichkeit zeigt sich darin, dass einerseits Unternehmen und Unternehmer als gierige, ausbeuterische und kapitalistisch - vermögensanhäufende Elemente der Gesellschaft dargestellt werden. Andererseits kämpfen viele um wirtschaftliche Überlebensfähigkeit, gegen massive bürokratische Hürden, großen Marktdruck, hohe steuerliche Belastung und fehlende Work-Life-Balance.

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Der K(r)ampf der Generationen!

Schon vor längerer Zeit gab es bei einer Veranstaltung von Wirtschaftssenioren in Kärnten eine Wortmeldung, die ich mir gemerkt habe und die wie folgt lautete: „Ihr Alten habt leicht lachen, mit eurer gesicherten Pension. Welche Zukunft haben wir?“

- Haben die Jüngeren recht?

- Haben die Alten den Wohlstand „verdient“, oder sind sie einfach nur zur „richtigen“ Zeit geboren?

- Gibt es nun zunehmendes Konfliktpotenzial, weil die Interessen immer mehr auseinanderdriften?

- Gibt es Möglichkeiten die zunehmend schwierigere Zukunft gemeinsam zu meistern?

 

Ein Blick in die Vergangenheit!

Geht man vom Werdegang des Autors dieses Beitrages aus, dann gibt es sehr wohl einen Unterschied zu den Herausforderungen, denen sich die Jungen heute stellen müssen. Meiner einer hatte ja zum herannahenden Berufseinstieg einmal nichts! Eisenbahner war wohl in die Wiege gelegt, kam aber nicht in Frage! Konkretes ergab sich dann durch den Vater, der über Dritte dem Filius eine Lehre als „Radio- und Fernsehtechniker“ schmackhaft machte. Einen Beruf, den es heute nicht mehr gibt und der nach der Lehre bald abgeschüttelt wurde. Es blieb aber lange Jahre beim Bereich Nachrichtentechnik und Elektronik und so gut wie alle Türen standen offen. Hinzu kam ja, dass der Lerneifer des Schreibers extrem ausbaufähig war, aber die geringen Anstrengungen genügten. Sie genügten so lange, bis er der Frau seines Lebens begegnete. Das führte in der Folge dazu, dass auch eine Fachschule erfolgreich abgeschlossen werden konnte und sich die Türen zu vielen spannenden Wanderjahren auftaten, die die Möglichkeit boten, viele tolle Branchen und ebensolche Firmen kennenzulernen. Die Positionen verschoben sich nach oben, ohne jemals ein Studium absolviert zu haben, was bei den meisten Jobs der letzten zwanzig Jahre die Mindestanforderung gewesen wäre!

 

Und in der Jetztzeit?

Beide Töchter des Schreibers sind beruflich (derzeit) gut versorgt, haben studiert bzw. tun dies schon wieder, um beruflich gut vorbereitet, oder gefestigt zu sein! Im Vergleich dazu ist also der Vater der beiden Damen als „Volltrottel“ (leicht übertrieben) ins Berufsleben gestartet und hat es dennoch geschafft. Denn die Karriere kann rückblickend als recht erfolgreich bezeichnet werden! Es ist also so, dass die Jungen wesentlich mehr lernen bzw. studieren müssen (was aber nicht zwingend bedeutet, dass sie deswegen auch klüger sind), um auch nur in die Nähe eines Jobs zu kommen. Viele kommen motiviert und voller Freude mit ihren Diplomen und finden – nichts! Während die ältere Generation noch immer aus dem Füllhorn schöpft! Egal wie gut oder schlecht sie ausgebildet war! Heute erwartet die Einsteiger ein zumeist zeitlich befristeter Vertrag und magere Gehälter, oftmals nicht einmal über die Normalarbeitszeit, sondern darunter. Es wird gespart an allen Ecken und Enden, die Unsicherheit steigt, Wortmeldungen wie die oben geschilderte sind nur allzu verständlich!

 

Was könnte man tun?

Darüber streiten sich die Experten seit Jahren! Ausgangsbasis ist das Bild welches immer mehr Senioren bieten. Sie beginnen schon sehr früh (viel zu früh) mit den Gedanken an die Pension, um diese dann „endlich“ in vollen Zügen genießen zu können. Man hört dann Sätze wie: „Steht mir ja zu!“ „Habe eingezahlt und lange genug geschuftet!“ „Die Jungen sollen erst einmal etwas leisten!“. Grauenhaft! Wie soll da Verständnis aufkommen, oder gegenseitiges Vertrauen? Schwer vorstellbar!

 

Nachdem die alte Generation nicht „weggebeamt“ werden kann und die Jugend bestmöglich unterstützt werden muss sollte man sich vielleicht einmal in die Rolle verantwortungsbewusster Eltern versetzen. Diese sind ja (soferne sie richtig ticken) bestrebt ihren Kindern eine gute Zukunft zu schaffen. Das setzt voraus, dass sie sehr wohl wissen, dass dies nur mit Opfern möglich ist. Das ist allerdings kaum machbar ist, wenn die Interessen, wie auch der großteil der Ressourcen nahezu gänzlich für das eigene Wohlbefinden verbraten werden. Es setzt daher voraus, dass jene, die ihren Zenit bereits überschritten haben, dies erkennen und den Weg für die nachfolgende Generation freimachen (die Nachfolgeexperten können so manche Lieder davon singen)! Es ist aber auch zwingend erforderlich, dass die Jugend ihre eigene Verantwortung wahrnimmt (wäre sie in GB nämlich zur Wahl gegangen, hätte es niemals dieses Ergebnis gegeben!) und mit allen (fairen) Mitteln um ihre Zukunft kämpft! Die Alten könnten sich wiederum bemühen aufzuzeigen, dass es nicht nur rückwärtsgewandte und egoistische Idioten gibt, sondern eine Vielzahl ehrlich bemüht ist, den Jungen auf die Sprünge zu helfen.

 

Es geht einfach nicht an, dass einige so leben, als gäbe es kein Morgen. Alle Menschen aller Generationen sind gefordert, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Neben wirtschaftlichen Aspekten wird das auch eine zusätzliche Aufgabe von VAWIS werden!

 

Autor:

Reinhard Huber

#seniorexpert #startupcoach #socialmediatrainer

Geschäftsführer bei VAWIS

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